Kausalwissenschaftliche Struktur-Soziologie Soziale Naturgesetze, Verhaltensverteilungen und die Illusion individueller Autonomie
DOI:
https://doi.org/10.63671/ijsssr.v4i1.607Keywords:
Struktur-Soziologie, Determinismus, soziale Naturgesetze, Verhaltensverteilungen, Macht, Konformität (Normalverteilung), Massenpsychologie, Durkheim, Sozialphysik, freier WilleAbstract
Dieser Beitrag formuliert eine kausalwissenschaftliche Struktur-Soziologie als explizite Alternative zu interpretativen und konstruktivistischen Paradigmen der Gegenwartssoziologie. Im Zentrum steht die These, dass individuelles Verhalten nicht primär durch intentionale Entscheidungen, sondern durch strukturell erzeugte Verhaltensverteilungen bestimmt ist.
Zur Erklärung dieser Verteilungen wird das Konzept sozialer Naturgesetze eingeführt. Diese bezeichnen stabile, kausale Mechanismen, die unabhängig von subjektiven Bedeutungszuschreibungen wirken. Drei fundamentale Gesetzesbereiche werden identifiziert: (1) Macht und Gewalt, (2) Konformität und (3) Massenpsychologie.
Der Ansatz integriert Mikro-, Meso- und Makroebenen in einer geschlossenen Kausalarchitektur und zeigt, dass gesellschaftliche Dynamiken als gesetzmäßig strukturierte Prozesse analysiert werden können. Damit wird der Anspruch erneuert und vervollständigt, Soziologie als erklärende Wissenschaft im Sinne einer Sozialphysik bzw. „Physik der Gesellschaft“ zu begründen.
Downloads
Published
Issue
Section
License
Copyright (c) 2026 International Journal of Science and Social Science Research

This work is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
SEMANTIC SCHOLAR 